Drei Spieltage vor Hauptrundendende bleibt es in der DEL spannend. Am 49. Spieltag bezwang Nürnberg Spitzenreiter München und die Kölner Haie hielten die minimale Hoffnung auf die Play-offs am Leben.

Andreas Eder (re.)


Matchwinner gegen den Ex-Klub: Nürnbergs Andreas Eder (re.) bejubelt seinen entscheidenden Treffer.

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Die Kölner Haie fuhren auch im zweiten Spiel unter Uwe Krupp einen Sieg ein und dürfen weiterhin auf das Wunder hoffen. Die Domstädter kämpften sich in Iserlohn nach einem 0:2-Rückstand zurück, gewannen 3:2 und verringerten dadurch den Abstand auf Rang zehn um zwei Zähler. Ben Hanowski hatte den Anschluss- und Siegtreffer erzielt, Colby Genoway den zwischenzeitlichen Ausgleich. Nun trennen den KEC “nur” noch sieben Punkte von den Augsburger Panthern.

Eder vermasselt München die Tour


Der EHC Red Bull München hat die Chance verpasst, den vorzeitigen Hauptrundensieg festzumachen. Im bayerischen Derby fanden die Landeshauptstädter lange keinen Weg am überragenden Niklas Treutle vorbei. Erst rund drei Minuten vor der Schlusssirene gelang der Ausgleich in Unterzahl, doch noch nur 39 Sekunden später schnappte sich Nürnberg die Führung wieder – in der gleichen Überzahlsituation. Andreas Eder, der in der vergangenen Saison noch das Trikot der Münchner getragen hatte, vollstreckte eiskalt und fügte dem Spitzenreiter die dritte Niederlage in Serie zu. Die Mannschaft von Don Jackson hat drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde immer noch acht Punkte Vorsprung, weil auch Verfolger Straubing patzte.


Im direkten Duell um Platz vier – und das damit verbundene Heimrecht in den Play-offs – zwischen Berlin und Düsseldorf war ordentlich Feuer drin. Der erste Treffer ließ jedoch lange auf sich warten. Ausgerechnet der Ex-Berliner Charlie Jahnke brachte die DEG im Schlussdrittel in Front, doch Mark Olver hatte wenig später die passende Antwort parat und überwand Mathias Niederberger. Luke Adam wurde in Overtime aus den Augen gelassen und markierte freistehend den entscheidenden Treffer, der den Zusatzpunkt bedeutete. Somit verringerte die DEG den Rückstand auf den DEL-Rekordmeister auf vier Zähler.

Mannheims Special Teams greifen – Bremerhaven behauptet Rang sechs


Die Adler Mannheim haben mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen die Krefeld Pinguine Boden gutgemacht und stehen jetzt nur noch einen Punkt hinter München-Verfolger Straubing. Sämtliche Mannheimer Treffer fielen durch die Special Teams. Jan-Mikael Järvinen und Benjamin Smith trafen jeweils in Überzahl, Nicolas Krämmer sorgte in Unterzahl schließlich für den Endstand.


Die Fischtown Pinguins Bremerhaven sicherten sich dank dreier Treffer im Schlussabschnitt einen eminent wichtigen Sieg bei den Straubing Tigers (4:1) und verteidigten dadurch Rang sechs, der die direkte Play-off-Qualifikation bedeutet. Verfolger Ingolstadt setzte sich indes mit 3:2 n.P. gegen die Augsburger Panther durch und befindet sich einen Punkt dahinter weiterhin in Lauerstellung. Augsburg kann zwar rechnerisch noch Rang zehn an die Kölner Haie verlieren, realistisch ist dieses Szenario allenfalls nicht. Dem AEV reicht ein Sieg aus den letzten drei Spielen, um alles klar zu machen.

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