Der vorzeitige Saisonabbruch nach dem Ende der Hauptrunde und den dadurch komplett ausfallenden Play-offs kommt der Deutschen Eishockey Liga teuer zu stehen. So rechnet Geschäftsführer Gernot Tripcke mit Umsatzeinbußen von 15 Millionen bis 20 Millionen Euro.

Gernot Tripcke


Sieht seine Liga in einer schwierigen Position: DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

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“Die anderen Sportarten haben noch die Hoffnung, dass sie nochmal spielen können. Für uns ist der Drops gelutscht, da wird nichts mehr reinkommen”, sagte Tripcke, der zudem befürchten muss, dass womöglich auch der Start der kommenden Saison 2020/21 Mitte September gefährdet sein könnte. Die Folgen wären unabsehbar. “Sicherlich werden die Klubs ihre Spieler nicht dauerhaft bezahlen können, wenn sie keine Erlöse erzielen. Wir sind extrem auf Zuschauer und Sponsoren angewiesen. Und wenn wir nicht spielen, kommt da nichts rein.”


Für den Moment sieht Tripcke Kurzarbeit als ein effektives Mittel, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für die DEL zu verringern. “Wir müssen jetzt zunächst sehen, dass wir die aktuelle Situation und durch die Krise entstehenden Liquiditätsprobleme lösen. Sei es durch Stundung, die wir bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft versuchen zu erwirken, sei es für den einen oder anderen Mitarbeiter Kurzarbeitergeld”, sagte er.


Aufgrund der aktuellen Lage gestaltet sich zudem die Suche der DEL nach einem neuen Hauptsponsor für den bisherigen Partner Covestro, der im Sommer aussteigt, schwierig. “Wir haben noch ein paar Verhandlungen. Aber es kann sich jeder denken, dass die teilweise auf Eis gelegt sind. Jeder hat jetzt auch andere Probleme, das ist nicht hilfreich”, erklärte Tripcke.

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