ServusTV hat sich sechs Monate lang auf die Fersen von Österreichs Tennis-Star geheftet und den Weltranglisten-Vierten auf Schritt und Tritt begleitet. Entstanden ist eine Dokumentation, die am Mittwochabend im Filmmuseum in der Wiener Innenstadt eine Vor-Premiere gefeiert hat. Zu Wort kommen Tennis-Ikonen wie Rafael Nadal und Roger Federer, aber auch John McEnroe und Boris Becker.

Als Einstieg dient der Finaltag bei den diesjährigen French Open in Paris. Schauplätze sind aber auch das Vorbereitungslager auf Teneriffa, die Südamerika-Tournee, Indian Wells, wo Thiem seinen ersten Masters-1000-Titel feierte, und die europäische Sandplatz-Saison. Doch nicht nur auf dem Platz, sondern auch hinter den Kulissen gewährte Thiem dem Filmemacher nie gesehene Einblicke.

Zu Wort kommen Tennis-Ikonen wie Rafael Nadal und Roger Federer, aber auch John McEnroe und Boris Becker. Aber natürlich auch sein nunmehriger Ex-Langzeit-Coach Günter Bresnik und Österreichs noch einziger Grand-Slam-Einzel-Champion Thomas Muster (“Er ist jetzt schon besser als ich es war”) nehmen ausführlich Stellung.

Rafael Nadal über Dominic Thiem: “Das Einzige, was er braucht, ist Zeit”

Nadal, der in diesem Jahr auch im zweiten French-Open-Finale in Folge für Thiem noch zu stark war, streut Thiem Rosen. “Das Einzige, was er braucht, ist Zeit”, meinte der mittlerweile zwölffache French-Open-Champion. “Er ist einer der wenigen Spieler, die immer mit der maximalen Intensität spielen und trainieren. Wir besitzen beide den Willen, den Punkt so zu spielen, als wäre er der letzte”, erklärte der Mallorquiner.

“Nicht nur bei Matches, sondern auch beim Training. Er hat das Potenzial, bei jedem seiner Schläge gewaltige Kraft und Speed zu entwickeln – auf eine Art und Weise, die unter uns sonst keiner hat.”

Dominic Thiem: “Sensationell, Wahnsinnsjob, unglaublich”

Auch der 20-fache Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer sieht alle Möglichkeiten für Thiem. “Vielleicht, wenn Dominic eines Tages Nummer eins wird oder Grand-Slam-Champion wird oder große Matches gewinnt: Ja, dann wird er der nächste Tennis-Superstar sein neben anderen Spielern. Das wünsche ich ihm von Herzen. Dann hätten wir eine super Welt-Nummer eins und (er ist) ein netter Typ auch noch, das wäre schön fürs Tennis.”

Thiem, der die Doku wie seine Familie zum ersten Mal gesehen hat, war begeistert. “Sensationell. Wahnsinnsjob, unglaublich. Es sind auch einige Erinnerungen hochgekommen, an die ich schon ewig nicht gedacht habe”, freute sich Thiem. Insgesamt wurden 90 Stunden Material gedreht, aus denen einmal 52 Minuten herausgefiltert wurden. Es soll jedenfalls nicht die letzte Dokumentation gewesen sein.

Hinterlasse eine Antwort