Der FC Bayern München wollte angeblich Sentimentalitäten über den sportlichen Erfolg zu stellen. Um Spielern wie Franck Ribery und Arjen Robben “einen vernünftigen Abgang zu machen”, sei der deutsche Rekordmeister “bereit gewesen, mal die Meisterschaft ein Jahr zu opfern”, behauptete Präsident Uli Hoeneß am Sonntag im Sport1-Doppelpass. “Ich habe in meinem Leben mehr als 50 Titel gewonnen, da kommt es auf den ein oder anderen auch nicht mehr an”, ergänzte er.

Spielern wie Ribery, Robben und Rafinha, “denen müssen wir unheimlich dankbar sein”, sagte Hoeneß. Deshalb sei der FC Bayern auch bereit gewesen, ihnen keine teuren Spieler vor die Nase zu setzen.

Investitionen würden erst im kommenden Sommer getätigt werden. Sportdirektor Hasan Salihamidzic mache einen “super Job”: “Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon haben”, sagte Hoeneß und kündtigte an, im Sommer zu “klotzen”. Der FC Bayern sei finanziell gut vorbereitet, “und unser Sportdirektor hat alles im Griff”.

Mit dem französischen Weltmeister Lucas Hernandez (Atletico Madrid) sind die Verhandlungen offensichtlich weit gediehen. “Wir werden sicher noch in der Innenverteidigung was machen”, sagte Hoeneß, im Falle Hernandez sei die Situation “lauwarm”. Wenn der Franzose, der in der Weltmeister-Mannschaft linker Verteidiger spielte, zu haben sei, werde der FC Bayern auch die festgeschriebene Ablöse von 80 Millionen Euro zahlen, versicherte der Bayern-Präsident. Eine Schmerzgrenze bei Transfers habe er grundsätzlich nicht mehr.

Kritik an der spielerischen Schwäche wischte der Bayern-Präsident energisch beiseite. “Unsere Mannschaft hat einen klaren Aufwärtstrend”, sagte er. Nach einem kraftraubenden Spiel wie vergangenen Dienstag in der Champions League beim FC Liverpool (0:0) müsse mal auch mal mit einem mühsamen Sieg wie gegen Hertha BSC am Samstag in der Bundesliga (1:0) zufrieden sein: “Mit der Kritik können wir leben, so lange die Ergebnisse stimmen.”

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