Charles Leclerc fuhr beim Großen Preis von Japan Max Verstappen nach dem Start ins Auto. Der Zwischenfall zog zunächst keine Untersuchung nach sich – zum Unmut der Red-Bull-Mannschaft.

“Ich konnte nichts anders machen”, erklärte Verstappen die Situation in der zweiten Kurve: “Charles hat genug Erfahrung, wie das in so einem Moment abläuft. Wir wissen alle, dass man hinter einem anderen Fahrzeug Abtrieb verliert. Das kann also keine Ausrede sein.”

Leclerc trieb es auf der Innenbahn immer weiter nach außen, wo sich Verstappen nach einem guten Start am Ferrari-Piloten beinahe schon vorbeigeschoben hatte, bis es schließlich zur Kollision kam.

Verstappen drehte sich ins Gras und gab das Rennen nach starken Beschädigungen an der rechten Seite seines Autos schließlich nach 15 Runden auf. Leclerc musste mit demolierten Frontflügel früh an die Box und wurde am Ende lediglich Sechster.

“Ich muss mir die Situation von außen noch einmal anschauen, aber aus dem Auto heraus war das einfach eine knifflige Situation”, erklärte Leclerc den Vorfall, den die Rennleitung erst als Rennunfall einstufte, sich dann aber doch für eine Untersuchung nach dem Rennen entschied.

Eine “abstruse” Situation, fand Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko im ORF und kritisierte Leclerc: “Einem Spitzenfahrer darf so ein dummer Fehler nicht passieren.”

Auch Verstappen ärgerte sich über die Stewards. “Erst schauen sie es sich nicht an, obwohl mein komplettes Auto im Eimer war. Mein Fahrzeug hatte regelrechte Löcher in der Seite. Und jetzt fängt man doch eine Untersuchung an, aber erst nach dem Rennen”, wunderte sich der Niederländer: “Was soll noch passieren, damit es eine Strafe gibt? Ich mag hartes Racing, aber das war kein hartes Racing, sondern unverantwortlich.”

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