Der Saisonstart in die 2. Bundesliga war für Damir Canadi und seinen 1. FC Nürnberg eher holprig. Dennoch fühlt sich der gebürtige Wiener wohl beim deutschen Traditionsverein. Mit der Krone sprach er über seine derzeitige Situation und betonte: “Mittlerweile bin ich für Trainer in Österreich ein Vorbild.”

In den ersten Spielen wechselten sich Sieg und Niederlage stetig ab, seit sechs Spielen ist Nürnberg immerhin ungeschlagen – hält in der Zeit aber auch nur bei zwei Siegen. Die große Euphorie ist bislang nicht ausgebrochen, doch Canadi und sein Team arbeiten weiter am Aufstieg in die deutsche Bundesliga: “Die Herausforderung wäre es, Nürnberg dort zu etablieren.”

Bereits mit Altach war ihm dies gelungen. Es war damals seine erste große Station im Fußball, nachdem er sich aus den Niederungen des Wiener Fußballs hochgekämpft hatte. “Und ich hab mein Ziel nie aus den Augen verloren”, so Canadi gegenüber der Krone. Eine Begründung dafür lieferte er gleich nach: “Ich komm aus einer Gastarbeiterfamilie, weiß, was es heißt, nichts zu haben. Ich hab viel riskiert für den Fußball.”

Nun macht er sich in Fußball-Deutschland als Trainer langsam einen Namen. Ein Weg, den ihm viele Trainer in Österreich gleichtun möchten, wie er meint: “Mittlerweile bin ich für Trainer in Österreich ein Vorbild.”
Mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz muss das Team rund um die Österreich-Fraktion Andreas Lukse, Jonas Wendlinger, Georg Margreitter, Lukas Jäger und Nikola Dovedan zulegen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

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