Nach der Spuck-Attacke von Stuttgarts Santiago Ascacibar gegen Kai Havertz geht Bayer Leverkusen den Überltäter hart an. Werder Bremen huldigt Vereinslegende Claudio Pizarro. Die Stimmen und Reaktionen zum 29. Spieltag der Bundesliga im Überblick.

Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 0:1

Thomas Doll (Trainer Hannover 96): “Wir haben alle gesehen, dass die Jungs Charakter gezeigt haben, dass der Wille da ist. Wir haben uns aber wieder nicht mit etwas Zählbarem für den engagierten Auftritt belohnt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben es klasse gemacht, sich kämpferisch voll reingehauen und auch die eine oder Chance erspielt, aber am Ende reicht es einfach nicht, um die Spiele für uns zu entscheiden. So ehrlich müssen wir uns selbst gegenüber sein. Aber die Hoffnung ist immer da – auch wenn wir schon abgeschrieben sind.”

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): “Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. In der Anfangsphase war das Spiel noch relativ ausgeglichen, aber danach haben wir uns ein deutliches Chancenplus erarbeiten können. Leider haben wir aber zum wiederholten Male die Konsequenz im Abschluss vermissen lassen und keine Tore erzielt, obwohl sie möglich gewesen wären. Glücklicherweise sind wir dann in der zweiten Halbzeit in Führung gegangen. Aufgrund der Vielzahl der Torchancen ist der Sieg verdient.”

… zur Verletzung von Lars Stindl: “Überhaupt kein Vorwurf an den Gegenspieler Ostrzolek, es gehen beide zum Ball. In dem Moment ist Lars eben in der schlechteren Situation und wird dann unglücklich getroffen im Zweikampf. Es ist natürlich für Lars sehr, sehr bitter. Er fehlt uns natürlich nicht nur im Endspurt. Es ist auch für den Kapitän und Menschen Lars Stindl sehr, sehr schwierig.”

Werder Bremen – SC Freiburg 2:1

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): “Sie haben es uns super schwer gemacht. Ich fand aber, wir haben immer ausgestrahlt, dass wir gewinnen wollen. Der Sieg war sehr wichtig für uns, auch für die Tabelle.”

.. zu Claudio Pizarro: “Mir fehlen häufig die Worte für Claudio. Er war zwischendurch drei Wochen verletzt, dann kommt er wieder. Er macht die Mitspieler besser. Er gibt dem ganzen Stadion das Gefühl, jetzt passiert wieder was. Ich bin sehr froh, ihn mindestens dieses Jahr noch bei uns zu haben. Auch für ihn wollen wir die Saison sehr erfolgreich zu Ende spielen.”

… zu Pizarros Zukunft: “Wir haben das ja klar mit ihm besprochen. Wenn er ein Signal gibt, dann werden wir sprechen.”

Claudio Pizarro (Werder Bremen): “Wir haben Geduld gehabt. Am Anfang war es nicht so einfach, weil alle elf Spieler hinten gestanden haben. Aber in der zweiten Hälfte konnten wir etwas mehr Fußball spielen. Dann haben wir die Tore auch gemacht.”

Davy Klaassen (SV Werder Bremen) zu Pizarro: “Wir wissen, wenn Claudio reinkommt, dann passiert hier im Stadion etwas Spezielles. Er ist immer gefährlich in der Box und gibt uns Vertrauen.”

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): “Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand, um Bremen das Leben schwer zu machen.”

RB Leipzig – VfL Wolfsburg 2:0

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): “Es war ein absolutes Top-Spiel von beiden Mannschaften. Ich bin dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden. Es gab auch die ein oder andere brenzlige Situation, aber wir hatten am Ende auch noch einige glasklare Chancen. Wir sind rundum zufrieden.”

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): “Nach den Gegentoren haben wir etwas gebraucht, um wieder ins Spiel zu finden. Wir sind volles Risiko gegangen und haben alles nach vorne geworfen. Wir müssen akzeptieren, dass wir gegen einen sehr, sehr guten Gegner verloren haben.”

Pavao Pervan (Torwart VfL Wolfsburg): “Es ist immer schwer, wenn die Mannschaft einen Torwart gewohnt ist und dann auf einmal kommt ein zweiter dazu. Ich glaube, dass ich in der zweiten Halbzeit gute Bälle halten konnte, in der ersten Halbzeit aber sicher Sachen dabei waren, die ich besser hätte machen können. Ich werde mir das noch einmal genauer anschauen und mit meinem Torwarttrainer genauer analysieren.”

VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 0:1

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): “Wir haben es defensiv ganz ordentlich gemacht, aber das reicht alleine nicht. Offensiv war das zu wenig. Da müssen wir mehr Effektivität und Entschlossenheit an den Tag legen. Die Szene zur Roten Karte gegen Ascasibar habe ich nicht gesehen. Er hat der Mannschaft aber einen Bärendienst erwiesen. Egal was war, das darf nicht passieren. Er muss seine Emotionen im Griff haben.”

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): “Nach drei Wochen ohne Sieg waren die drei Punkte wichtig – für das Gefühl, für das Vertrauen. Wir haben das Spiel kontrolliert, aber im Abschluss war das Vertrauen nicht da, ich hoffe, dass der Sieg hilft.”

… zur Spuck-Attacke von Ascacibar gegen Havertz: “Das ist das Schlimmste, was man machen kann. So etwas macht man nicht.”

Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) zur Spuck-Attacke von Ascacibar: “Er hat ihn angespuckt. Kai hat es gerade in der Kabine noch einmal gesagt. Es ist nicht das erste Mal bei dem Kollegen, ich glaube, der hat ihm in der ersten Halbzeit auch schon vor die Füße gespuckt. Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga.”

Ron-Robert Zieler (Torhüter VfB Stuttgart) zum nächsten Spiel beim FC Augsburg: “Wenn wir noch direkt drin bleiben wollen, müssen wir nächste Woche gewinnen. Im Fußball kann viel passieren und nächste Woche ist noch keine Entscheidung gefallen, aber das ist brutal wichtig. Für den direkten Ligaverbleib brauchen wir drei Punkte. Die Mannschaft lebt schon, sie versucht und tut. Vielleicht haben wir auch mal das Quäntchen Glück auf unserer Seite.”

1. FC Nürnberg – Schalke 04 1:1

Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg): “Wir haben heute zwei Punkte verloren. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat das beste Spiel unter meiner Leitung gemacht. Wir hatten viele gute Chancen, dazu kommt dann eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Ich verstehe nicht, warum man die technischen Hilfsmittel nicht in Anspruch nimmt. Wir sind heute an unserer Chancenverwertung, dem Schiedsrichter und einem überragenden Nübel gescheitert.”

Huub Stevens (Interimstrainer Schalke 04): “Das war ein schlechtes Spiel. Wir haben zu wenig Fußball gezeigt und keine gute Leistung gebracht. Das war der pure Abstiegskampf. Wir können nur zufrieden sein, dass wir nach dem 0:1 noch den Ausgleich gemacht haben.”

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