Im Hinspiel der 3. Liga zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfR Aalen (2:2) traf Marcel Bär noch zweimal für die Gäste. Am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei Magenta Sport) tritt der 26 Jahre alte Angreifer jetzt mit der Eintracht bei seinem Ex-Klub in Aalen an. Im Interview mit DFB.de spricht Bär mit Mitarbeiter Dominik Dittmar über den engen Endspurt im Abstiegskampf.

DFB.de: Beim 3:3 gegen Preußen Münster blieb zwar der erhoffte Heimsieg aus. Dafür verteidigte die Eintracht den Zwei-Punkte-Vorsprung vor der Abstiegszone. Wie bewerten Sie das Ergebnis, Herr Bär?

Marcel Bär: Mit gemischten Gefühlen. Nach dem Spiel war ich im ersten Moment sauer, weil wir aus unseren vielen Chancen in der Anfangsphase kein Tor erzielt haben. Stattdessen haben wir die Partie aus der Hand gegeben und mussten zweimal einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Andererseits konnte wir uns natürlich darüber freuen, dass uns in der Nachspielzeit noch der Ausgleich geglückt ist.

DFB.de: Die Partie gegen Münster war schon das dritte Heimspiel in Folge, in dem Eintracht Braunschweig erst spät den Ausgleich erzielt hat. Ist das ein Zeichen von besonderer Nervenstärke im Abstiegskampf?

Bär: Das zeigt vor allem die starke Moral der Mannschaft. Wir geben nie auf und glauben zu jedem Zeitpunkt an uns. Wir sind ein eingeschworener Haufen, der auch die Kraft hat, über die komplette Spielzeit eine hohe Intensität an den Tag zu legen. In der Endabrechnung wird jeder dieser Punkte für uns noch wichtig sein.

DFB.de: Mit 27 Punkten aus 15 Spielen ist die Eintracht nach dem bereits feststehenden Meister VfL Osnabrück und dem SV Wehen Wiesbaden die erfolgreichste Mannschaft im Jahr 2019. Was zeichnet das Team aus?

Bär: Vor allem der Zusammenhalt. Obwohl in der Winterpause viele neue Spieler dazukamen, haben wir uns von der ersten Minute gut verstanden. Manche Spieler wie etwa Marc Pfitzner, Marcel Engelhardt oder Benjamin Kessel kannte ich bereits aus meiner ersten Zeit in der U 23 der Eintracht zwischen 2012 und 2015. Dennoch kann man nicht vorausahnen, wie gut die Mannschaft zusammenwächst. Wir hatten bis zur ersten Partie nach der Winterpause nur wenig Zeit und mussten bei acht Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sofort funktionieren. Das ist aber bislang aufgegangen.

DFB.de: In der Winterpause hatten Sie sich für einen Wechsel vom VfR Aalen zum damaligen Tabellenletzten nach Braunschweig entschieden. Das war auch ein Risiko, oder?

Bär: Mir war sofort klar, dass ich das machen will. Ich bin nur rund 30 Kilometer von Braunschweig in Gifhorn geboren und aufgewachsen. Eintracht Braunschweig habe ich immer bei mir im Herzen getragen. Die Eintracht ist ambitioniert und ein Traditionsverein mit vielen Fans. Ich wollte diese Chance ergreifen. Außerdem wohnen meine Eltern, bei denen ich vorerst wieder eingezogen bin, immer noch in Gifhorn. So kann ich mich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren.

DFB.de: Im Hinspiel hatten Sie für den VfR Aalen beim 2:2 gegen die Eintracht noch zwei Tore erzielt. War das rückblickend so etwas wie ein Bewerbungsschreiben?

Bär: Das weiß ich nicht. Zumindest war das Spiel kein Thema, als ich mit den Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig gesprochen hatte (schmunzelt). Insgesamt lief es für mich persönlich beim VfR Aalen mit sieben Saisontreffern bis zur Winterpause gut. Vermutlich war ich für die Eintracht auch interessant, weil mich neben meiner Torgefahr auch meine Laufstärke auszeichnet.

DFB.de: Am Sonntag kommt es in Aalen zum Wiedersehen mit Ihrem früheren Verein. Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Bär: Mit Marian Sarr und Marvin Büyüksakarya habe ich noch engen Kontakt. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Zu den beiden ist eine enge Freundschaft entstanden. Mir tut es leid, dass der VfR den Abstieg nicht mehr verhindern konnte. Aalen war in vielen Spielen nicht einmal die schlechtere Mannschaft, konnte aber unter anderem die Torchancen nicht konsequent nutzen.

DFB.de: Der Vorsprung von Eintracht Braunschweig auf die Abstiegszone beträgt drei Spieltage vor Schluss zwei Punkte. Wie schätzen Sie die Chancen für den Klassenverbleib ein?

Bär: Sehr gut. Dass wir nach acht Punkten Rückstand zur Winterpause nun den Klassenverbleib in der eigenen Hand haben, ist nicht selbstverständlich. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt auch nur einen Millimeter nachlassen dürfen. Wir müssen bis zum letzten Spieltag alles raushauen, was in uns steckt.

DFB.de: Sie haben es bereits angesprochen. Der VfR Aalen steht seit dem vergangenen Spieltag als Absteiger fest. Was für einen Gegner erwarten Sie?

Bär: Das macht den VfR zu einer Wundertüte. Mit Blick auf die Regionalliga könnte es einige Veränderungen in der Mannschaft geben. Und die Spieler wollen sich ja auch weiterhin anbieten. Da der Druck weg ist, kann Aalen vermutlich auch befreiter aufspielen.

DFB.de: Worauf wird es für Ihre Mannschaft ankommen?

Bär: Wir sollten ausschließlich auf uns schauen und die Partie so angehen wie jedes andere Spiel auch. Offensiv sind wir jederzeit in der Lage, ein Tor zu erzielen. Defensiv müssen wir uns aber wieder steigern. Drei Gegentreffer wie gegen Preußen Münster sind zu viel. Wir müssen die Intensität gegen den VfR Aalen hochhalten. Dann sehe ich für uns gute Chancen.



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Im Hinspiel der 3. Liga zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfR Aalen (2:2) traf Marcel Bär noch zweimal für die Gäste. Am Sonntag (ab 14 Uhr, live bei Magenta Sport) tritt der 26 Jahre alte Angreifer jetzt mit der Eintracht bei seinem Ex-Klub in Aalen an. Im Interview mit DFB.de spricht Bär mit Mitarbeiter Dominik Dittmar über den engen Endspurt im Abstiegskampf.

DFB.de: Beim 3:3 gegen Preußen Münster blieb zwar der erhoffte Heimsieg aus. Dafür verteidigte die Eintracht den Zwei-Punkte-Vorsprung vor der Abstiegszone. Wie bewerten Sie das Ergebnis, Herr Bär?

Marcel Bär: Mit gemischten Gefühlen. Nach dem Spiel war ich im ersten Moment sauer, weil wir aus unseren vielen Chancen in der Anfangsphase kein Tor erzielt haben. Stattdessen haben wir die Partie aus der Hand gegeben und mussten zweimal einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Andererseits konnte wir uns natürlich darüber freuen, dass uns in der Nachspielzeit noch der Ausgleich geglückt ist.

DFB.de: Die Partie gegen Münster war schon das dritte Heimspiel in Folge, in dem Eintracht Braunschweig erst spät den Ausgleich erzielt hat. Ist das ein Zeichen von besonderer Nervenstärke im Abstiegskampf?

Bär: Das zeigt vor allem die starke Moral der Mannschaft. Wir geben nie auf und glauben zu jedem Zeitpunkt an uns. Wir sind ein eingeschworener Haufen, der auch die Kraft hat, über die komplette Spielzeit eine hohe Intensität an den Tag zu legen. In der Endabrechnung wird jeder dieser Punkte für uns noch wichtig sein.

DFB.de: Mit 27 Punkten aus 15 Spielen ist die Eintracht nach dem bereits feststehenden Meister VfL Osnabrück und dem SV Wehen Wiesbaden die erfolgreichste Mannschaft im Jahr 2019. Was zeichnet das Team aus?

Bär: Vor allem der Zusammenhalt. Obwohl in der Winterpause viele neue Spieler dazukamen, haben wir uns von der ersten Minute gut verstanden. Manche Spieler wie etwa Marc Pfitzner, Marcel Engelhardt oder Benjamin Kessel kannte ich bereits aus meiner ersten Zeit in der U 23 der Eintracht zwischen 2012 und 2015. Dennoch kann man nicht vorausahnen, wie gut die Mannschaft zusammenwächst. Wir hatten bis zur ersten Partie nach der Winterpause nur wenig Zeit und mussten bei acht Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sofort funktionieren. Das ist aber bislang aufgegangen.

DFB.de: In der Winterpause hatten Sie sich für einen Wechsel vom VfR Aalen zum damaligen Tabellenletzten nach Braunschweig entschieden. Das war auch ein Risiko, oder?

Bär: Mir war sofort klar, dass ich das machen will. Ich bin nur rund 30 Kilometer von Braunschweig in Gifhorn geboren und aufgewachsen. Eintracht Braunschweig habe ich immer bei mir im Herzen getragen. Die Eintracht ist ambitioniert und ein Traditionsverein mit vielen Fans. Ich wollte diese Chance ergreifen. Außerdem wohnen meine Eltern, bei denen ich vorerst wieder eingezogen bin, immer noch in Gifhorn. So kann ich mich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren.

DFB.de: Im Hinspiel hatten Sie für den VfR Aalen beim 2:2 gegen die Eintracht noch zwei Tore erzielt. War das rückblickend so etwas wie ein Bewerbungsschreiben?

Bär: Das weiß ich nicht. Zumindest war das Spiel kein Thema, als ich mit den Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig gesprochen hatte (schmunzelt). Insgesamt lief es für mich persönlich beim VfR Aalen mit sieben Saisontreffern bis zur Winterpause gut. Vermutlich war ich für die Eintracht auch interessant, weil mich neben meiner Torgefahr auch meine Laufstärke auszeichnet.

DFB.de: Am Sonntag kommt es in Aalen zum Wiedersehen mit Ihrem früheren Verein. Haben Sie noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Bär: Mit Marian Sarr und Marvin Büyüksakarya habe ich noch engen Kontakt. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Zu den beiden ist eine enge Freundschaft entstanden. Mir tut es leid, dass der VfR den Abstieg nicht mehr verhindern konnte. Aalen war in vielen Spielen nicht einmal die schlechtere Mannschaft, konnte aber unter anderem die Torchancen nicht konsequent nutzen.

DFB.de: Der Vorsprung von Eintracht Braunschweig auf die Abstiegszone beträgt drei Spieltage vor Schluss zwei Punkte. Wie schätzen Sie die Chancen für den Klassenverbleib ein?

Bär: Sehr gut. Dass wir nach acht Punkten Rückstand zur Winterpause nun den Klassenverbleib in der eigenen Hand haben, ist nicht selbstverständlich. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt auch nur einen Millimeter nachlassen dürfen. Wir müssen bis zum letzten Spieltag alles raushauen, was in uns steckt.

DFB.de: Sie haben es bereits angesprochen. Der VfR Aalen steht seit dem vergangenen Spieltag als Absteiger fest. Was für einen Gegner erwarten Sie?

Bär: Das macht den VfR zu einer Wundertüte. Mit Blick auf die Regionalliga könnte es einige Veränderungen in der Mannschaft geben. Und die Spieler wollen sich ja auch weiterhin anbieten. Da der Druck weg ist, kann Aalen vermutlich auch befreiter aufspielen.

DFB.de: Worauf wird es für Ihre Mannschaft ankommen?

Bär: Wir sollten ausschließlich auf uns schauen und die Partie so angehen wie jedes andere Spiel auch. Offensiv sind wir jederzeit in der Lage, ein Tor zu erzielen. Defensiv müssen wir uns aber wieder steigern. Drei Gegentreffer wie gegen Preußen Münster sind zu viel. Wir müssen die Intensität gegen den VfR Aalen hochhalten. Dann sehe ich für uns gute Chancen.

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