Er treibt an, gewinnt Zweikämpfe und baut das Spiel mit auf. Jordan Meyer gehört zu den Aktivposten in der deutschen U 17-Nationalmannschaft von DFB-Trainer Michael Feichtenbeiner. Bei der U 17-EURO zählte der Mittelfeldspieler vom VfB Stuttgart sowohl gegen Italien (1:3) als auch Spanien (0:1) zum Startpersonal. Im DFB.de-Interview spricht der 17-Jährige mit Redakteur Ronny Zimmermann über das abschließende EM-Spiel gegen Österreich heute (ab 20 Uhr, im lSport1.de-Livestream) und Erkenntnisse aus dem Turnier.

DFB.de: Herr Meyer, heute Abend endet für das deutsche Team die EM. Was haben Sie sich für das letzte Turnierspiel gegen Österreich vorgenommen?

Jordan Meyer: Wir möchten auf jeden Fall ein überzeugendes Spiel abliefern und gewinnen. Wir können zwar nicht mehr das EM-Viertelfinale erreichen, aber mit einem Sieg würden wir uns ordentlich aus dem Turnier verabschieden. Hinzu kommt, dass wir auf Österreich treffen: Bei diesem Nachbarschaftsduell geht es traditionell auch um die Ehre. Niemand von uns möchte die EM verlassen, ohne einen Sieg geholt zu haben.

DFB.de: In den ersten beiden EM-Partien fiel auf, dass die deutsche U 17 auf Augenhöhe mitspielte, aber die letzte Zielstrebigkeit vermissen ließ. Wie lässt sich das entwickeln?

Meyer: Tatsächlich hat uns die Abgezocktheit in der einen oder anderen Situation gefehlt. Das ist ein Reifeprozess, den jeder Einzelne nun gehen muss. Wenn wir uns in der neuen Saison bei den Älteren in der U 19-Bundesliga durchsetzen oder perspektivisch auch mal im Training bei den Profis zeigen wollen, dann müssen wir ganz einfach diese Konsequenz, diesen festen Willen und diese Durchsetzungskraft in uns tragen. Man darf im Männerfußball nicht verspielt sein, sondern muss den Abschluss suchen. Die Italiener und Spanier haben das in unserer EM-Gruppe vorgelebt. Das ist eine Erfahrung, die wir aus dem Turnier mitnehmen können.

DFB.de: Welche weiteren Erkenntnisse nehmen Sie von der U 17-EURO mit in den Verein?

Meyer: Allein die Tatsache, dass wir uns mit den besten Talenten Europas in unserem Jahrgang messen konnten, ist sehr wertvoll. Tempo und Intensität waren sehr hoch in den Spielen, deutlich höher, als ich es aus der Junioren-Bundesliga kenne. Wenn man ein ganz hohes Level erreichen will, muss man hart an sich arbeiten. Hinzu kommt der Umgang mit Druck: Bislang haben wir alle noch kein Spiel absolviert, das solch eine Bedeutung hatte wie eine EM-Partie. Von diesen Erfahrungen werden wir profitieren. Darüber hinaus ist es natürlich ein sehr schönes Gefühl, das Deutschland-Trikot zu tragen und Teil eines EM-Turniers zu sein. Umso bitterer ist es, dass diese Zeit für uns schon nach der Gruppenphase beendet ist.

DFB.de: Nach dem Turnier rückt der Jahrgang 2002 in den U 18-Altersbereich auf. Inwiefern spielt es eine Rolle, dass Sie bei der EM-Partie gegen Österreich das vorerst letzte Mal mit Ihren Teamkollegen auf dem Rasen stehen?

Meyer: Wir sind als Mannschaft – inklusive Trainerteam und Staff – immer mehr zusammengewachsen. Es sind Freundschaften entstanden, die bleiben werden. Insofern ist das schon emotional, wenn wir gegen Österreich das letzte Mal in dieser Konstellation gemeinsam antreten werden. Wir wollen zwar auch in Zukunft zur Nationalmannschaft gehören, wissen jedoch, dass man sich wieder neu beweisen muss. Insofern werden wir in dem Spiel gegen Österreich noch mal alles geben, um als Team die bisherige gemeinsame Reise mit einem Sieg zu beenden.

DFB.de: Welche persönlichen Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?

Meyer: Nach der EM möchte ich die Saison in der U 17-Bundesliga mit Stuttgart beenden und mich anschließend gut auf den nächsten Schritt in die U 19-Altersklasse vorbereiten. Es wäre toll, wenn ich im nächsten Jahr die Chance erhalte, mal bei den Profis vom VfB oder unserer zweiten Mannschaft zu trainieren. Die EM hat mir auf jeden Fall gezeigt, wie wichtig es ist, sich auch in punkto Körperlichkeit auf das nächste Level zu bringen.



[rz]

Er treibt an, gewinnt Zweikämpfe und baut das Spiel mit auf. Jordan Meyer gehört zu den Aktivposten in der deutschen U 17-Nationalmannschaft von DFB-Trainer Michael Feichtenbeiner. Bei der U 17-EURO zählte der Mittelfeldspieler vom VfB Stuttgart sowohl gegen Italien (1:3) als auch Spanien (0:1) zum Startpersonal. Im DFB.de-Interview spricht der 17-Jährige mit Redakteur Ronny Zimmermann über das abschließende EM-Spiel gegen Österreich heute (ab 20 Uhr, im lSport1.de-Livestream) und Erkenntnisse aus dem Turnier.

DFB.de: Herr Meyer, heute Abend endet für das deutsche Team die EM. Was haben Sie sich für das letzte Turnierspiel gegen Österreich vorgenommen?

Jordan Meyer: Wir möchten auf jeden Fall ein überzeugendes Spiel abliefern und gewinnen. Wir können zwar nicht mehr das EM-Viertelfinale erreichen, aber mit einem Sieg würden wir uns ordentlich aus dem Turnier verabschieden. Hinzu kommt, dass wir auf Österreich treffen: Bei diesem Nachbarschaftsduell geht es traditionell auch um die Ehre. Niemand von uns möchte die EM verlassen, ohne einen Sieg geholt zu haben.

DFB.de: In den ersten beiden EM-Partien fiel auf, dass die deutsche U 17 auf Augenhöhe mitspielte, aber die letzte Zielstrebigkeit vermissen ließ. Wie lässt sich das entwickeln?

Meyer: Tatsächlich hat uns die Abgezocktheit in der einen oder anderen Situation gefehlt. Das ist ein Reifeprozess, den jeder Einzelne nun gehen muss. Wenn wir uns in der neuen Saison bei den Älteren in der U 19-Bundesliga durchsetzen oder perspektivisch auch mal im Training bei den Profis zeigen wollen, dann müssen wir ganz einfach diese Konsequenz, diesen festen Willen und diese Durchsetzungskraft in uns tragen. Man darf im Männerfußball nicht verspielt sein, sondern muss den Abschluss suchen. Die Italiener und Spanier haben das in unserer EM-Gruppe vorgelebt. Das ist eine Erfahrung, die wir aus dem Turnier mitnehmen können.

DFB.de: Welche weiteren Erkenntnisse nehmen Sie von der U 17-EURO mit in den Verein?

Meyer: Allein die Tatsache, dass wir uns mit den besten Talenten Europas in unserem Jahrgang messen konnten, ist sehr wertvoll. Tempo und Intensität waren sehr hoch in den Spielen, deutlich höher, als ich es aus der Junioren-Bundesliga kenne. Wenn man ein ganz hohes Level erreichen will, muss man hart an sich arbeiten. Hinzu kommt der Umgang mit Druck: Bislang haben wir alle noch kein Spiel absolviert, das solch eine Bedeutung hatte wie eine EM-Partie. Von diesen Erfahrungen werden wir profitieren. Darüber hinaus ist es natürlich ein sehr schönes Gefühl, das Deutschland-Trikot zu tragen und Teil eines EM-Turniers zu sein. Umso bitterer ist es, dass diese Zeit für uns schon nach der Gruppenphase beendet ist.

DFB.de: Nach dem Turnier rückt der Jahrgang 2002 in den U 18-Altersbereich auf. Inwiefern spielt es eine Rolle, dass Sie bei der EM-Partie gegen Österreich das vorerst letzte Mal mit Ihren Teamkollegen auf dem Rasen stehen?

Meyer: Wir sind als Mannschaft – inklusive Trainerteam und Staff – immer mehr zusammengewachsen. Es sind Freundschaften entstanden, die bleiben werden. Insofern ist das schon emotional, wenn wir gegen Österreich das letzte Mal in dieser Konstellation gemeinsam antreten werden. Wir wollen zwar auch in Zukunft zur Nationalmannschaft gehören, wissen jedoch, dass man sich wieder neu beweisen muss. Insofern werden wir in dem Spiel gegen Österreich noch mal alles geben, um als Team die bisherige gemeinsame Reise mit einem Sieg zu beenden.

DFB.de: Welche persönlichen Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?

Meyer: Nach der EM möchte ich die Saison in der U 17-Bundesliga mit Stuttgart beenden und mich anschließend gut auf den nächsten Schritt in die U 19-Altersklasse vorbereiten. Es wäre toll, wenn ich im nächsten Jahr die Chance erhalte, mal bei den Profis vom VfB oder unserer zweiten Mannschaft zu trainieren. Die EM hat mir auf jeden Fall gezeigt, wie wichtig es ist, sich auch in punkto Körperlichkeit auf das nächste Level zu bringen.

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