Die New York Jets stehen vor einer richtungsweisenden Saison. Quarterback Sam Darnold geht in das so wichtige dritte Jahr und Head Coach Adam Gase steht schon nach einem Jahr unter Druck. Die Free Agency verlief bisher eher holprig, was auch 2020 Schlimmes befürchten lässt.

Die New York Jets gehen 2020 ins zweite Jahr des neuen Regimes unter General Manager Joe Douglas und Head Coach Adam Gase. Jahr 1 verlief eher wechselhaft, was aber auch dadurch zu erklären war, dass Quarterback Sam Darnold mehrere Wochen mit Pfeifferschem Drüsenfieber ausgefallen war und man sich zuvor durch Missverständnisse ohnehin in eine schwierige Position gebracht hatte.

Zur Erinnerung: Ex-GM Mike Maccagnan wurde Gase gewissermaßen vor die Nase gesetzt, dann ließ man Maccagnan noch Free Agency und den Draft regeln, ehe man ihn entließ, was für Konfusion sorgte. Außerhalb der Organisation ohnehin, intern aber durchaus auch, wie etwa Gases Haltung zu Star-Einkauf Running Back Le’Veon Bell zeigte. Gase hielt selbigen vor allem für zu teuer (4 Jahre/52,5 Millionen Dollar, 19 Millionen Dollar garantiert).

Nun jedoch sollten alle auf der gleichen Wellenlänge funken und der nächste Schritt im Neuaufbau der Jets in Angriff genommen werden – so jedenfalls stellt sich ein Außenstehender den laufenden Prozess idealerweise vor. Die Realität jedoch suggeriert eine nicht ganz so klare Linie.

Die Offseason nämlich begann für Gang Green mal wieder eher fragwürdig. In der Offense etwa müsste die Prämisse sein, Darnold, der in sein drittes Jahr geht, so gut wie möglich unter die Arme zu greifen. Das ist aus mehreren Gründen wichtig.

Sam Darnold: Entscheidung über Team-Option steht bevor

Zum einen ist das dritte Jahr eines Quarterbacks, der in der ersten Runde des Drafts gezogen wurde, per se das wegweisende. Nach diesem Jahr muss die Entscheidung fallen, ob die in jedem Erstrunden-Rookie-Vertrag verankerte Teamoption für ein fünftes Jahr gezogen wird. Und seit dem neuen CBA bedeutet dies, dass damit die Jahre 4 und 5 komplett garantiert wären, was wiederum große finanzielle Konsequenzen hätte.

Zum anderen hat Darnold noch nicht vollends nachgewiesen, dass er die langfristige Lösung auf der Quarterback-Position für die Jets ist. Um ihn vollends bewerten zu können, sollte man den Youngste in eine möglichst ideale Situation bringen, damit er sich voll entfalten kann.

Doch tat man dies auch? Bislang nicht unbedingt. Allen voran ist der Abgang von Wide Receiver Robby Anderson, sicherlich Darnolds beste Anspielstation im Vorjahr, zu nennen. Er schloss sich zum durchaus sportlichen Preis von 20 Millionen Dollar für zwei Jahre den Carolina Panthers an. Kein Preis allerdings, den die Jets nicht auch hätten stemmen können. Mit über 36 Millionen Dollar an Cap Space haben die Jets noch den zweitgrößten finanziellen Spielraum der Liga – und kaum noch Spieler auf dem Markt, die allzu viel kosten werden.

Immerhin gelang es, den Verlust etwas zu lindern, indem Breshad Perriman, der zum Ende der Vorsaison in Tampa Bay aufblühte, verpflichtet wurde. Jener kommt allerdings auch mit dem Fragezeichen im Gepäck, inwieweit er tatsächlich eine größere Rolle über einen längeren Zeitraum einnehmen kann – im Windschatten von Mike Evans und Chris Godwin lebte es sich wahrscheinlich leichter als nun mit Josh Doctson, Quincy Enunwa oder Jamison Crowder gemeinsam auf dem Feld.

Hinterlasse eine Antwort