An den ersten elf Spieltagen verließ der EHC München das Eis als Sieger, der DEL-Startrekord war längst geknackt. Doch in Straubing endete die beeindruckende Serie – nach einer beeindruckenden Vorstellung der Tigers, die ihrerseits eine lange Negativserie ad acta legen können.

Ausgehebelt in Straubing: Münchens John Jason Peterka (li.).


Ausgehebelt in Straubing: Münchens John Jason Peterka (li.).

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Die Liga fragte sich, wann die Siegesserie der Münchner enden könnte. Am 12. Spieltag gab der enteilte Spitzenreiter beim Derby in Straubing seine Visitenkarte ab – und der erste Verfolger des EHC wies den Vizemeister beim 5:1 deutlich in die Schranken. Und das, obwohl Straubing zuletzt neun Niederlagen hintereinander in der DEL gegen München einstecken musste.


Zunächst überstand München ein Überzahlspiel der Straubinger, die dann aber durch einen abgefälschten Schlagschuss von Travis Mulock in Führung gingen (12.). Straubing spielte aggressiv und ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Daran änderte sich auch im zweiten Drittel nichts. Straubing setzte dem Spitzenreiter in einem schnellen und interessanten Duell mächtig zu und erhöhte in der 23. Minute. München ließ das 1:1 liegen, der Konter der Tigers saß. Tim Brunnhuber spielte vor dem Tor quer auf Mulock. Der passte zurück auf Brunnhuber, der den Puck ins Tor schob. Brunnhuber verpasste bei einem Konter noch in der gleichen Minute das 3:0, ehe das Heimteam eine doppelte Unterzahl zu überstehen hatte. Mit Glück, denn Patrick Hager traf nur den Pfosten (28.). Nach einer schönen Kombination über Travis Turnbull und Mitchell Heard war Kael Mouillierat zur Stelle und markierte das 3:0 durch die Schoner von EHC-Goalie Danny aus den Birken.


Straubing hat eindeutig besser gespielt als wir.



Im Schlussdrittel keimte bei München Hoffnung auf, denn Maximilian Kastner (42.) verkürzte in Überzahl (Benedikt Kohl saß draußen). Doch Straubing ließ keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger das Eis verlassen würde: Nach einem Rückpraller von der Bande schlenzte Bohl den Puck mit der Rückhand zu Antoine Laganiere, der den alten Drei-Tore-Abstand wiederherstellte. Frederik Erikssons Hammer schloss das Gipfeltreffen in der 58. Minute ab – 5:1.

Lob vom Gegner


“Das war unsere beste Saisonleistung”, meinte am “MagentaSport”-Mikrofon Tigers-Kapitän Sandro Schönberger. Sein Team habe “verdient gewonnen”. Und nach neun Pleiten in Folge gegen den EHC tue es “gut, gegen München mal wieder gewonnen zu haben”. Lob gab es auch vom Gegner. “Straubing hat eindeutig besser gespielt als wir”, sagte Yasin Ehliz.

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