Gerhard Zuber erlebt wilde Zeiten bei Hannover 96. Der Österreicher wurde am Donnerstag als Sportdirektor beim Zweitligisten angestellt, obwohl er kurz davor noch Prozess-Gegner des Vereins beim Arbeitsgericht war.

Äußerst kuriose Szenen spielen sich zurzeit bei Hannover 96 ab. Nach zwei Jahren als Sportdirektor verließ Horst Heldt Hannover im April 2019. Als sein Nachfolger wurde wurde der ehemalige langjährige Kapitän Jan Schlaudraff auserkoren.

Doch noch immer beim Verein war hingegen Horst Heldts Assistent Gerry Zuber. Nach Heldts Abgang wurde Zuber zwar freigestellt, sein Vertrag aber nicht aufgelöst. Zuber klagte vor dem Arbeitsgericht seine Rechte gegenüber dem Verein ein. Als Einschüchterung wurde er währenddessen von Präsident Martin Kind in den Keller des Stadions verbannt, wo er sein Büro nun eingerichtet hat.

Auch das Trainingslager mit der Mannschaft, dem Zugang zu den Büros und zum vereinsinternen Server wurde dem 43-Jährigen laut Bild untersagt. Nur einen Tag nachdem Zuber schließlich den Prozess gegen seinen Arbeitgeber gewann, wurde Schlaudraff aufgrund von “unterschiedlichen Auffassungen über die zentralen Entscheidungen für die Zukunft von Hannover 96” nach nur acht Monaten wieder freigestellt.

Vom Keller auf die Bank

Sein Nachfolger sollte ausgerechnet Gerry Zuber werden. “Unabhängig von arbeitsgerichtlich zu klärenden Rechtsfragen genießt Gerhard Zuber das volle Vertrauen der Geschäftsführung”, so die offizielle 96-Mitteilung.

Mittlerweile darf er als Sportdirektor wieder mit der Mannschaft mitreisen und auf Wunsch des Trainers sogar auf der Bank am Spielfeldrand Platz nehmen. “Ja natürlich bin ich dabei”, so Zuber etwas beschämt gegenüber der Bild. Sein Büro soll laut dem Blatt hingegen noch immer im Keller sein.

 

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